Montag, 23. November 2026, 19 Uhr
Die Wirtschaft der DDR im Rückblick und Vergleich zu heute - es war ein Fehler, 1991 unbesehen alles "platt zu machen"?
Vortrag von Uwe Trostel
Hotel zur Insel
Am Markt 6, 14542 Werder (Havel)
Die Teilnehmer
sitzen im Veranstaltungssaal an Tischen. Verzehr ist ausdrücklich erwünscht, speisen nur vorher (mit etwas Abstand zum Beginn des Films).
Die Küche ist regional und sehr zu empfehlen! Abendküche ab 17 Uhr geöffnet.
Während des Vortrags keine Bewirtung. Bestellung von Speisen bis 18.15 Uhr; von Getränken bis 18.45 Uhr und in der Pause nach dem Vortrag.
Eintritt frei
Spenden erbeten
Anmeldung
bis Samstag, 21. November 2026 an
Sie erhalten eine Anmeldebestätigung.*
* Für nicht angemeldete Teilnehmer können wir keinen Sitzplatz garantieren. Falls die Veranstaltung abgesagt werden muss, zB wegen Krankheit des Referenten, können wir nur angemeldete Teilnehmer informieren.
Inhalt
Angesichts des aktuellen Niedergangs der deutschen Wirtschaft ist die Frage angebracht, ob es Erfahrungen aus der DDR-Wirtschaft gibt, die für notwendige Korrekturen und Neujustierungen eine Rolle spielen könnten. Dabei geht es nicht um eine Wiederholung der DDR-Wirtschaft, zumal schwere Fehler gemacht wurden.
Uwe Trostel, Jahrgang 1941, arbeitete zu DDR-Zeiten in leitender Funktion in der Staatlichen Plankommission. Er ist heute zweiter Vorsitzender des Vereins zur Förderung lebensgeschichtlichen Erinnerns und biografischen Erzählens e.V.
Dennoch verfügte die DDR – entgegen gängigen Behauptungen aus dem meist sachfernen und kenntnisarmen bundesdeutschen Mainstream – über eine entwickelte und effiziente Wirtschaft. Sie erreichte in ununterbrochener Folge jährliches Wachstum, verkaufte ihre Erzeugnisse weltweit, hatte nie unter Absatzkrisen zu leiden und erfüllte bis zum 30. Juni 1990 alle Verpflichtungen im In- und auch im Ausland.
Eine der Kernaussagen des Neoliberalismus, dass nur Privateigentum effektiv zu wirtschaften in der Lage sei, wurde durch die DDR-Wirtschaft widerlegt. Damit steht die DDR-Wirtschaft auch als Warnung vor der Vielzahl Privatisierungsforderungen, die durch Vertreter des Neoliberalismus ständig erhoben werden und die in der Vergangenheit zu unsäglichen Verhältnissen (Privatisierungen im Gesundheitswesen, in der Wohnungswirtschaft und so weiter) geführt haben.
Staatliches Eigentum bietet in vielen Bereichen ideale Voraussetzungen für wesentliche gesellschaftliche Ziele wie soziale Sicherheit, Umweltschutz und Sicherung des Friedens. Allein die Verwirklichung des Rechtes auf Arbeit und die völlige Abwesenheit von Arbeitslosigkeit ist als besonderer Vorzug dieser Eigentumsform charakteristisch und unter rein kapitalistischen Verhältnissen undenkbar. Sie ist zudem gut vereinbar mit mittelständischen Existenzmöglichkeiten in vielen Branchen.
Zu den idealer Weise kommunal oder staatlich getragenen Bereichen gehören neben dem Bildungswesen und der Altersversorgung die Sicherstellung bezahlbaren Wohnraums, die kommunale Daseinsvorsorge, Gesundheitswesen, Energieversorgung, Infrastruktur und öffentlicher Verkehr.